INFORMATIONEN ZU DEM PROJEKT

Im Sommer 2009 wurde der Bau einer neuen Wöchnerinnenstation beschlossen. Dieses Projekt ist die Folge eines Workshops mit traditionellen Geburtshelfern und Hebammen des Endulen Hospitals und ist damit Teil des Großprojekts „Safe Motherhood”. Einen kurzen Bericht über das gesamte Projekt finden Sie hier: Safe-Motherhood

Eines Tages kam eine junge Massai-Frau zu uns ins Endulen Hospital, um ihr Kind zur Welt zu bringen. Des nachts schlich sie sich aus ihrem Zimmer und gebar das Baby zwischen zwei Gebäudeblöcken auf der Erde. Sie rief niemanden zu Hilfe. Warum hat sie das getan? Ihre Antwort lautete: „Mein Kind muss doch auf Mutter Erde geboren werden.“.

Diese wahre Geschichte zeigt, dass wir bei unseren Projekten stets behutsam vorgehen und die Kultur der Massai in unser Denken, Planen und Handeln einbeziehen müssen. Uns ist der Austausch mit den Einheimischen bei unserer Arbeit enorm wichtig.

Hintergründe für das Projekt „Safe motherhood”:

Noch immer bringen Massai-Mütter in und um Endulen herum ihre Kinder mit Hilfe von lokalen Hebammen zu Hause in ihrer Lehmhütte zur Welt und erreichen viel zu spät das Krankenhaus, wenn Komplikationen bei der Entbindung auftreten. Viele Kinder und Frauen sterben, obwohl im Endulen Hospital erfahrene Hebammen bereit stehen. Im Jahr 2009 hat Endulen e.V. zusammen mit der damaligen Klinikverwaltung das Projekt „Safe Motherhood“ zum Schutz der Schwangeren und ihrer Neugeborenen ins Leben gerufen.

Für die Zukunft der Massai, für die Zukunft der Schwangeren und für die Zukunft der Neugeborenen brauchte das Endulen Hospital unbedingt eine vom übrigen Krankenhaus abgegrenzte Wöchnerinnenstation.

Mindestens eine traditionelle Geburtshelferin lebt in jeder Massai Siedlung um Frauen während ihrer Schwangerschaft und während der Entbindung zu unterstützen. Das Endulen Hospital unterstützt die Massai, indem Schwangerschaftsbetreuung in Form von mobilen Kliniken mit Auto und Flugzeug angeboten werden. Diese Aktivitäten werden dankend angenommen.

Zum Glück sind lokale Geburtshelferinnen sehr wohl in der Lage unkomplizierte Entbindungen zu betreuen. Falls jedoch Schwierigkeiten auftreten, benötigen sie die Unterstützung der Krankenhausmitarbeiter. Wenn sie mit ihren Patienten schließlich das Endulen Hospital erreichen, ist es meist schon für jede Hilfe zu spät und Mutter und Kind leiden an den Komplikationen. Zudem sind medizinische Interventionen zum Schutz des Neugeborenen vor Infektionen der Mutter wie HIV und Syphilis nicht möglich, wenn die Entbindung in einer Massai Hütte stattfindet.

Eine neue Wöchnerinnenstation sollte im Krankenhaus gebaut werden. Zuerst holten wir uns die Meinung von traditionellen Geburtshelferinnen zu diesem großen Vorhaben ein. In Interviews und bei einem Workshop im „Endulen Hospital“ wurden Hebammen über die traditionellen und kulturellen Praktiken während der Geburt in Massai Siedlungen befragt. Kranken- schwestern der Klinik erzählten den den lokalen Hebammen über schulmedizinische Möglichkeiten. Künftige Zusammenarbeit war allen Beteiligten sehr wichtig!

Darüber hinaus wurde in Erfahrung gebracht, was in der Beziehung zwischen den Patienten und dem Krankenhaus schief lief.

Wir erfuhren, dass für Schwangere ein von den Patienten abgetrennter Trakt eingerichtet und der Kreißsaal besser ausgestattet werden muss, damit traditionelle Geburtshelferinnen gerne mit ihren Schwangeren ins Endulen Hospital zum Entbinden kommen. Sie betonten immer wieder, wie gerne sie eigentlich mit komplizierten Schwangerschaftspatienten und für die Entbindung selbst in die Klinik kommen würden.

Noch im gleichen Workshop wurde mit den traditionellen Geburtshelferinnen und den Patientenvertre­tern ein Grundriss des neuen Gebäudes entworfen. Nachdem die Skizze noch einmal mit der Krankenhausverwaltung und den angestellten Hebammen und Ärzten/innen besprochen wurde, konnte ein einheimischer Hand­werker die erste Schätzung des Baupreises abgeben. Damals (2009) waren 35.000 € veran­schlagt.

Es sollte noch bis Juni 2010 dauern bis der Besitzer des Krankenhauses (katholische Erzdiözese Arus­ha), die Behörde des Naturschutzgebietes, der Amtsarzt (District Medical Officer) und Vertreter des Distrikts dem Projekt zustimmten. Danach konnten wir einen sehr erfahrenen Bauarbei­ter aus Endulen von unserem Projekt begeistern, der mit seinem Architekten kurz darauf die Baupläne zeichnete und den Ort des neuen Gebäudes inspizierte.

Nachdem die Architektenpläne vorhanden und Bauarbeiter angeworben wurden, stand dem Beginn des Baus nichts mehr im Weg. Siehe auch Bau der Wöchnerinnenstation und Ausstattung der Wöchnerinnenstation.

Vielen Dank an unsere Unterstützer*innen und Spender*innen. 

Asante sana!

Weitere Eindrücke aus dem Projekt

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